Umwelt-Kompensationsprogramm Wald



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FAIR-Ersatzaufforstung Knoblochsaue am Rand des Naturschutzgebiets Kühkopf-Knoblochsaue (Foto: Markus Bernards für FAIR)

Als Ausgleich für die Rodungen forstet FAIR nicht nur mehr Fläche auf, sondern wertet auch bestehende Waldgebiete auf, damit sie als Lebensraum ökologisch wertvoller werden:

Wiederaufforstung
Nutzungsverzicht Wald
Ausgleichsquartiere für Fledermäuse
Waldumbau Totenberge

Wiederaufforstung und Ersatzaufforstung

Der meiste Wald, 13,6 Hektar, wird auf der jetzigen FAIR-Baustelle und in der unmittelbaren Umgebung wieder aufgeforstet - zum Beispiel auf den Flächen,
auf denen ausgehobener Boden zwischengelagert wird. Auf rund 6,6 Hektar wandelt FAIR bisher waldfreie Flächen in Wald um (Ersatzaufforstungsflächen): Bereits 2007 sind die ersten rund 1,6 Hektar in der Knoblochsaue in der Nähe von Riedstadt mit jungen Bäumen bepflanzt worden. Die übrigen Flächen, die noch zu Wald werden, liegen in der Gemarkung Arheilgen (Teufelshölle und Kalkofen) und in der Nähe von Ober-Ramstadt.

20,8 Hektar Wald wurden und werden für den Bau von FAIR gerodet,
20,8 Hektar werden wiederaufgeforstet:

  

Wann Größe Lage
2007 1,56 Hektar Knoblochsaue bei Riedstadt
2012 2,25 Hektar "Täubcheshöhle", Gemarkung Darmstadt-Arheilgen (Nähe B3/Langener Straße)
2012 1,05 Hektar Gemarkung Wembach bei Ober-Ramstadt
nach 2018 1,73 Hektar Nähe Altes Forsthaus Kalkofen, Gemarkung Darmstadt-Arheilgen
nach 2018 5,4 Hektar in den Grenzen des Bebauungsplans von FAIR, auf Baustelleneinrichtungs- oder Bodenlagerstätten
nach 2018 8,2 Hektar auf dem FAIR-Gelände nach Fertigstellung der Anlage
nach 2018 0,6 Hektar auf dem FAIR-Gelände nach Fertigstellung der Anlage (Containerbüros Prinzenschneise)

  

Nutzungsverzicht Wald

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Nutzungsverzicht für das Waldstück "Flur 106" am Rand des Naturschutzgebiets Mörsbacher Grund (Foto: Markus Bernards für FAIR)

In zwei Waldstücken am Mörsbacher Grund und am Kalkofen - beide in der Nähe des Baugebiets - wird auf die forstwirtschaftliche Nutzung verzichtet, FAIR trägt die Kosten dafür. Auf insgesamt sieben Hektar werden keine Bäume mehr gefällt und totes Holz wird nicht abtransportiert. Dadurch kann sich die Natur dort ungestört entwickeln: Der Nutzungsverzicht schafft ein Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere und befördert, dass der Lebensraum vielfältiger wird.

  

Ausweichquartiere für Fledermäuse

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Kontrolle der Baumhöhlen vor Beginn der Baufällarbeiten (Foto: PGNU für FAIR)
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Fledermauskasten am Mörsbacher Grund (Foto: Markus Bernards für FAIR)

Für Fledermäuse, die möglicherweise von Frühjahr bis Herbst Baumhöhlen und Spalten im Bereich der Baustelle als Schlafplätze oder Wohnhöhlen genutzt haben, hat FAIR im Mörsbacher Grund 130 Fledermauskästen als Ausweichquartiere aufgehängt. Baumhöhlen, die als potenzielle Winterquartiere für Fledermäuse hätten dienen können, wurden vor Beginn der Rodungen im Herbst 2011 per Endoskopkamera auf Bewohner kontrolliert und anschließend versiegelt.

  

Waldumbau Totenberge

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Anpflanzung im April 2013 (Foto: Gaby Otto für FAIR)

Im Februar 2013 wurden am Westrand der Totenberge Flächen in der Größe von 4,3 Hektar für den Waldumbau vorbereitet. Der Waldumbau ist eine naturschutzorientierte Maßnahme mit dem Ziel, den Wald langfristig qualitativ zu verbessern.

Zwei Teilflächen der Totenberge waren bislang fast komplett mit Pappeln und Kiefern bestockt. Das dortige Nährstoffangebot der Böden entspricht aber den Bedürfnissen eines Laubmischwaldes, wie er sich in diesen Bereichen natürlicherweise ansiedeln würde. Daher wurden auf beiden Flächen im Laufe des Frühjahrs Buchen, Eichen und Edellaubhölzer angepflanzt. Eine Umzäunung sorgt in den ersten Jahren dafür, dass die Neuanpflanzungen frei von Verbiss aufwachsen können. Schon in vier bis fünf Jahren werden diese Bäume mannshoch sein. Dann wird die Umzäunung wieder abgebaut. Mittel- bis langfristig wird hier ein typisches Erscheinungsbild eines geschlossenen Laubmischwaldes entstehen.

 

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