16.11.2012

 

Umwelt-Monitoring beim Bau der Großforschungseinrichtung in Darmstadt

80 Grundwasser-Messstellen für Teilchenbeschleuniger FAIR


Bohrung einer Grundwassermessstelle auf dem FAIR-Baugelände (Foto: Markus Bernards für FAIR)

Grundwassermanagement von FAIR: Abgepumptes Wasser wird in der Umgebung über Schluckbrunnen dem Grundwasser wiede zugeführt (Illustration: Carola Pomplun für FAIR)

Derzeit werden auf dem Baugelände des neuen Teilchenbeschleunigers FAIR in Darmstadt die ersten von insgesamt 80 Grundwasser-Messstellen gebohrt, mit deren Hilfe die Höhe des Grundwasserspiegels und die Wasserqualität überwacht werden. Die Grundwasser-Messstellen sind ein wichtiger Teil des Konzepts zum Grundwassermanagement auf der künftigen FAIR-Baustelle. Es sieht rings um die Baugruben eine örtlich eng begrenzte Absenkung des Grundwassers vor, um die Umgebung zu schonen.

 

Wenn Ende des kommenden Jahres damit begonnen wird, FAIR-Gebäude und Beschleunigertunnel zu errichten, werden Baugruben ausgehoben. Damit die Baugruben sich nicht mit Wasser füllen, muss das Grundwasser lokal abgesenkt werden. Damit diese Absenkung im Wesentlichen auf das Baugebiet beschränkt bleibt, wird das abgepumpte Wasser über rund 50 Schluck- oder Infiltrationsbrunnen in der direkten Umgebung dem Grundwasser wieder zugeführt. So kann erreicht werden, dass insbesondere feuchte-sensible Biotope, Waldflächen und benachbarte Grundwasserbrunnen und die Gebäude der bestehenden Beschleunigeranlage des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung geschont werden und sich der Grundwasserspiegel dort nur in seiner natürlichen Schwankungsbreite bewegt.

 

Auch die Baugruben werden aus diesem Grund möglichst klein gehalten: Der 1,1 Kilometer lange Beschleunigertunnel wird in Abschnitten von etwa 200 Metern gebaut - so muss das Grundwasser auch nur abschnittsweise abgesenkt werden.

 

Wie Baugruben und Schluckbrunnen angelegt sein müssen, damit diese nur lokale Grundwasserabsenkung erreicht werden kann, haben unabhängige Gutachter im Rahmen des wasserrechtlichen Genehmigungsverfahrens berechnet. Kontinuierlich kontrolliert werden diese Berechnungen während der Bauzeit durch die Messstellen. Dabei ergeben die 80 neuen Grundwasser-Messstellen zusammen mit den bestehenden ein dichtes Netz von mehr als 90 Grundwasser-Messstellen - auf dem Baufeld selber bis in den Umkreis von mehreren Hundert Metern bis in den Ort Wixhausen.

 

Wenn bald die ersten der insgesamt 1.500 Bohrpfähle hergestellt werden, die den Untergrund stabilisieren, wird über die Grundwasser-Messstellen außerdem überwacht, dass bei den Bohrungen keine Fremdstoffe ins Grundwasser gelangen. Durch das Grundwassermanagement wird außerdem sichergestellt, dass der wissenschaftliche Betrieb der GSI mit seinen empfindlichen Apparaturen so störungsfrei wie möglich weitergehen kann.

 

Druckfassung der Presseinformation (PDF)

 

Hochauflösende Bilder, Verwendung frei zur Berichterstattung über FAIR bei Nennung des Copyrights:

Grundwassermanagement von FAIR (Illustration: Carola Pomplun für FAIR)

Bohrung einer Grundwassermessstelle (Foto: Markus Bernards für FAIR)

 

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