08.09.2017

 

Kollaboration

40 Jahre Zusammenarbeit mit dem Institute of Modern Physics in China


Kollaborationsgespräch: Vetreter von GSI/FAIR und IMP diskutieren die Fortsetzung der Zusammenarbeit. (Foto: IMP)

Festakt zum Jubiläum:Der Leiter des IMP, Professor Guoqing Xiao (r.), und der Wissenschaftliche Geschäftsführer von GSI und FAIR, Professor Paolo Giubellino, feierten in Beijing die langjährige Zusammenarbeit. (Foto: IMP)

Die Kollaboration zwischen GSI und dem Institute of Modern Physics (IMP) in Lanzhou, China, feiert dieses Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Im Frühjahr 2017 wurde die Zusammenarbeitsvereinbarung um weitere fünf Jahre verlängert und um die FAIR GmbH als weiteren Partner erweitert. Aus Anlass des Jubiläums fand am Montag, dem 4. September 2017, eine Festveranstaltung in Beijing, China, statt, auf die ein Workshop über Speicherringphysik und Beschleunigertechnologie folgte. Redner auf dem Festakt waren sowohl der Leiter des IMP, Professor Guoqing Xiao, als auch der Wissenschaftliche Geschäftsführer von GSI und FAIR, Professor Paolo Giubellino.

 

Die Zusammenarbeit zwischen GSI und chinesischen Forschungseinrichtungen kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Sie begann mit persönlichen Kontakten zwischen Professor Yang Chengzhong, dem Gründungsdirektor des IMP, und Professor Rudolf Bock, Mitglied des GSI-Gründungsdirektoriums und langjähriger Leiter der früheren Kernphysik-I-Abteilung, auf der International Nuclear Physics Conference in Caen 1976, und während gegenseitiger Besuche bei GSI und in Beijing im Jahr 1977. Zu dieser Zeit startete die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) ein Programm für Schwerionenphysik, das auf die Errichtung eines Schwerionenbeschleunigers am IMP abzielte.

 

Im Jahr 1979 kamen die ersten drei Gastwissenschaftler aus China im Rahmen eines Humboldt-Forschungsstipendiums zu GSI und arbeiteten für rund zwei Jahre auf dem Gebiet der Kernreaktionen. Ein regelmäßiges Austauschprogramm wurde in den folgenden Jahren ins Leben gerufen, das Aufenthalte von chinesischen Forschern bei GSI und von GSI-Forschern in Lanzhou ermöglichte, und bis heute existiert. Auch Kontakte zu anderen CAS-Einrichtungen wurden in dieser Zeit geknüpft.

 

Der wissenschaftliche Austausch und die Zusammenarbeit mit China sind seitdem in vielen weiteren Gebieten gewachsen, von Hadronen-, Kern- und Atomphysik über Plasmaphysik, Strahlenbiologie und Strahlenschutz bis hin zu Beschleunigerphysik und Vakuumtechnik. Insbesondere mit dem Start des Chinese Cooler Storage Ring (CSR) 1998, dem Start des FAIR-Projekts und dem des chinesischen Beschleunigerprojekts HIAF vor Kurzem hat sich die wissenschaftliche und technische Kooperation weiter intensiviert.

 

Dank der guten und effizienten Zusammenarbeit sind der chinesische "International Cooperation Award" 2002 und der "Friendship Award for Foreign Experts" 2006 an Dr. Norbert Angert und der "Dunhuang Award" für internationale Zusammenarbeit der Provinz Gansu 2004 an Dr. Otto Klepper verliehen worden, beide sind GSI-Experten. Eine Helmholtz-CAS Joint Research Group wurde eingerichtet, die den Austausch von Studenten und Postdocs zwischen den beiden Instituten ermöglicht. Die Gruppe kann bisher rund 100 fachlektorierte (peer-reviewed) Publikationen vorweisen. Mehrere GSI/FAIR-Forscher haben eine IMP-Gastprofessur erhalten, sind Mitglieder von chinesischen Programme Advisory Committees oder arbeiten bei R&D-Projekten sowohl für GSI als auch für das IMP zusammen.

 

Die Weichen für die Fortsetzung der fruchtbaren Kollaborationen sind bereits gestellt. Im Frühjahr 2017 wurde die Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen IMP und GSI um weitere fünf Jahre verlängert und um die FAIR GmbH als weiteren Partner erweitert.




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